Montag, 13. Mai 2013

Vom Aufgeben

Hin und wieder, da muss man etwas aufgeben.
Zum Beispiel wenn etwas dazu kommt, oder jemand...


Es ist 'nur' eine Wohnung, eine kleine, gemütliche. Mit Balkon, ruhig, mit grünem Hinterhof. Am Abend, wenn man draußen sitzt, kann man die Fledermäuse vorbei flitzen sehen, früh morgens gurren die Tauben vom Dach. Rundherum pulsiert die Großstadt.
Die Landmenschen bedauern die Stadtmenschen, sie könnten da nie leben, sagen sie. Der Lärm und der ganze Dreck und viel zu kleine Behausungen. Staus und keine Parkplätze und dieses Unpersönliche. Die Stadtmenschen dagegen schauen auf die Landbevölkerung etwas herab. Bauern eben... Keine Bildung wahrscheinlich, leben irgendwo am A... der Welt, ohne Kultur, wie kann man nur?

Die Kärntnerin hat das immer schon locker gesehen, Großstadtliebhaberin durch und durch, den Balkon aber immer voller Pflanzen und Kräuter, Urlaub in Kärnten, in den Bergen, in der Einsamkeit und der Plan, nicht immer direkt in der Stadt zu bleiben. Der Winzer ist da auch recht offen, natürlich, sonst würden die beiden ja nicht zusammenpassen. Na gut, am Anfang war er als eigentlicher Landmensch doch mit einem Haufen Vorurteilen belastet, hat sich von der Kärntnerin aber schnell das Beste an der Großstadt zeigen lassen und die Vorteile zu genießen gelernt.

Das Gelbe vom Ei, aus beiden Welten, haben der Winzer und die Kärntnerin sich ausgesucht. Ein Haus im Weingebiet, ein kleiner verschlafener Ort und vor allem viel, viel Platz. Ein großer Garten, der der Kärntnerin viel Freude macht, Werkstatt für den Winzer zum basteln. Platz im Hof für Gartenmöbel, Kräutergartl, Wäschespinne und ein bisschen Rasen (ach ja und viele, viele Topfpflanzen). Ein altes, kleines Stallgebäude, das jetzt ganz allein der Meerschweinchenbande gehört. Hauskatzen, die ein und aus marschieren und segelnde Schwalben komplementieren die Idylle.

Und wenn das Landleben zu eintönig ruhig ist und sie gerade einmal Zeit haben, dann geht es ab in die Stadt. Freunde treffen, die Auswahl an Restaurants nutzen, Vinotheken besuchen, oder am Donaukanal einen lauen Sommerabend genießen. Kein Auto wird gebraucht, also mus auch keiner fahren, sondern U-Bahn und Taxi. Ins Kabarett vielleicht, oder ins Musical?

Das Gelbe vom Ei, wie gesagt.

Aber wem soll man was vormachen, so ein Lebensstil, der kostet. Der Winzer und die Kärntnerin leben sonst ja nicht auf großem Fuß. Keine Flugreisen oder Luxusurlaube, kein neues Auto, kein teurer Schmuck, Designerklamotten oder teure Einrichtungsgegenstände. Warum? Interessiert sie sowieso nicht, brauchen sie nicht.

So ist das Leben für beide perfekt. Nichts, was man jetzt gerne aufgibt. Außer man hat einen Grund.

Wenn so ein kleines Winzerkind unterwegs ist, dann dreht sich die Welt aber plötzlich in die andere Richtung, alles erscheint in einem anderen Licht und was bis jetzt wichtig war ist es nicht mehr so sehr.


Und so muss die kleine Wohnung einen neuen Bewohner finden. Das Winzerhaus wird dagegen voller. Und siehe da, die Möbel, die die Stadtwohnung so gemütlich gemacht haben passen auch perfekt ins Winzer-Landhaus. Auf dem Sofa dürfen sich ab jetzt die Gäste in der Nacht bequem machen und der Fernseher freut sich über seinen neuen Platz im Wohnzimmerkasten, der soviel schicker ist, als das alte TV-Regal.

Samstag, 11. Mai 2013

Nur noch schnell

Kärntnerin: Du, wir müssen da noch was erledigen, wann fahren wir?Winzer: Gleich, ich bau' da nur noch schnell was für das Kinderzimmer zusammen...




Ähm, 'nur schnell', die Kärntnerin hat das so ihre Zweifel... (der Winzer aber auch, nach dem Auspacken ;-))

Mittwoch, 1. Mai 2013

Eine kleine Vorschau und Offene Kellertür

Ein altbekannter Freund hat sich wieder im Winzerhaus niedergelassen und verzögert das Erscheinen regelmäßiger Neuigkeiten aus dem Winzerleben. 

Aber die nächste Geschichte ist schon in Arbeit und damit die Wartezeit nicht zu lange wird gibt es heute einmal eine kleine Vorschau darauf. Sie handelt vom Aufgeben und vom Weitermachen, einem Anfang und einem Ende. Gekocht wird natürlich auch wieder etwas, einfach und raffiniert zugleich, ein Frühlings- und Sommeressen, wandelbar und schnell zu machen.

Und wem das nicht genug ist, der macht sich jetzt auf die Beine und besucht den Winzer und die Kärntnerin persönlich. Lässt sich bei Speis und Trank gemütlich in der Kellergasse nieder und fragt genauer nach, was da in nächster Zeit kommt.


Montag, 15. April 2013

Kärntner Bärlauchnudel, kein Schönheitswettbewerb

Keine Schönheiten sind sie geworden, die Nudaln. Aber die inneren Werte zählen und geschmeckt haben sie! Wie die Nudaln beim Profi so schön werden und das Ganze nicht in einem Küchenchaos endet, ist der Kärntnerin allerdings weiterhin schleierhaft.



Gemacht hat die Kärntnerin sie nach dem Kärntner Kasnudelrezept aus dem Buch Kärntner Küche (H. u W. Tschemernjak, C. Wagner, Verlag Carinthia). Nur die Nudelminze, Petersilie und Kerbel ersetzt durch (nicht so wenig) Bärlauch. Serviert mit zerlassener Butter.
Die restlichen Nudel verspeist die Kärntnerin am kommenden Tag 'angebrinscht', also in Butter knusprig angebraten. Noch ein bissl frischen Bärlauch oben drauf. Fertig & Mahlzeit!


Kärntner Bärlauchnudel


 

 

Teig: 

 

500g Mehl, griffig
1TL Salz
1 Ei
1 EL Öl




Aus den angegebenen Zutaten und etwas Wasser einen mittelfesten Teig kneten. Zu einer Kugel formen, mit Klarsichtfolie abdecken, rasten lassen. 

 

Fülle:

500g Bröseltopfen (ausgepresster Topfen)
200g gekochte Erdäpfel, passiert
80g Zwiebel, gehackt
1-2 EL Butter
 reichlich Salz
Bärlauch

100g Butter zum übergießen


Für die Fülle die Zwiebel in Butter anlaufen lassen, mit Topfen, Erdäpfeln und fein geschnittenem Bärlauch vermengen, großzügig salzen.
Zum Füllen, den Teig messerrückendick auswalken, mit einem runden Ausstecher Scheiben ausstechen (Ca. 10cm groß für 18 Stück mittelgroße Nudel). Jeweils ca 1 EL Füllmasse zu Kugel rollen und diese mit Teig umhüllen. Die Teigränder mit den Fingern fest zusammendrücken, sodass die Nudeln beim Kochen nicht aufgehen. 
Wer es kann oder sich traut, der 'krendelt' die Nudeln. Dabei werden die Teigränder zwischen den Fingern so zusammengedrückt, dass sie zackenartig abdichten. Video Anleitungen dazu findet man/frau am besten im Internet.
In Salzwasser ca 12-15min kochen. Herausheben, abtropfen lassen und mit zerlassener Butter anrichten.

Mittwoch, 3. April 2013

Pfeiff auf den Frühling, schenk dir Wein ein

Kann denn nicht einmal etwas nach Plan verlaufen? Muss einem denn immer irgendetwas einen Strich durch die Rechnung machen und den ganzen Spaß verderben?

Die Weintour steht an. Der Start in die Kellergassensaison, Frühling im Weinviertel, draußen sitzen und Wein trinken. Der neue Jahrgang soll verkostet, warme Sonnenstrahlen genossen, die erwachende Natur bewundert werden. 
Und? Der liebe Frühling kann sich anscheinend nicht aufraffen, oder sich einfach nur nicht durchsetzen gegen den  übermächtigen Winter. Momentan Schneewolken und Wind, schweinekalt, grau, grauslich. Am Wochenende soll es ja besser werden, aber wer will sich schon darauf verlassen?

Egal! Der Winzer und die Kärntnerin haben beschlossen: ihnen ist das WURSCHT, jawohl! Und wie. Die pfeifen jetzt einfach auf den Frühling, soll er doch machen was er will. Weil Weintour ist sowieso. Bei welchem Wetter auch immer. Dann wird halt noch einmal der Ofen eingeheizt und die warmen Decken herausgeholt. Auf alle Fälle wird Wein verkostet und Käse dazu gegessen. Nur besonders guter, der vom Bregenzerwälder Käsehaus. 
Und wenn es sich der Frühling doch noch überlegen sollte wenigstens vorbei zu schau'n, dann packt die Kärntnerin ihr ganzes Wissen aus, alles was sie in dem Kellergassenführerkurs so gelernt hat und macht mit den Besuchern einen Spaziergang durch die Kellergasse. Zum Schluss gibt es noch ein Glaserl Wein, unter der Erde, im Weinkeller. Währenddessen lässt sich der Winzer mit Fragen löchern, zu seinem Wein, zu den Weingärten und überhaupt zum Leben eben. Bei so einem Glaserl Wein lässt sich halt so schön philosophieren.




Also, das Programm steht.

Eingeheiztes Presshaus beim Winzer und der Kärntnerin
Das gesamte Sortiment steht zur Verkostung
Spaziergang durch die Kellergasse und Kellerführung
Kleine Schmankerln für leere Bäuche

mit von der Partie:
  • Bregenzerwälder Käsestrasse mit köstlichem Käse zur Verkostung, für den kleinen Hunger und zum Verkauf
  • Weingut Schüller
  • Weingut Buchmayer (ebenfalls Kellergassenführungen)

 Anreise ohne Auto: Per Zug, Bahnhof Zellerndorf. Email an office@weinbaumayer.at für Abholservice vom Bahnhof.

 

Samstag, 23. März 2013

Ungeduld

-1 °C, eisiger Wind, schon fast stürmisch. Es ist der 23. März! Wenigstens scheint die Sonne. Das Outfit für einen Spaziergang besteht aus Schianzug, Haube, Handschuhen, Schal und auch die Kapuze kommt zu Einsatz. Hoffentlich war die Lobeshymne an den Winter nicht daran schuld, dass er sich jetzt so gar nicht verabschieden will.

Aber der Frühling kämpft. Ein Primerl sieht zwar noch etwas zerfledert aus, leuchtet aber schon von weitem gelb und möchte die Blüten endlich ganz öffnen. Ein Schneeglöckchen direkt daneben hält der Kälte dagegen unbeeindruckt stand und die ersten Wild- und Gartenkräuter zeigen sich auch schon. Im Garten könnte es jetzt bald richtig losgehen. Wenn die Temperaturen danach wären.


Beim Winzer und der Kärntnerin gibt es den ersten Röhrlsalat, junge Löwenzahnblätter mit Kürbiskernöldressing. Und weil der Löwenzahn noch sehr winzig ist leisten ihm Vogerlsalat (der den Winter gut überstanden hat) und junge Brennnesselspitzen Gesellschaft. Kleine Ausbeute, aber es schmeckt so herrlich nach Frühling.


Ein riesengroßes Dankeschön an euch alle, die sich mit freuen und so schön kommentiert haben! Die vielen Glückwünsche, die herzlichen Worte... Unbeschreiblich, der Kärntnerin fehlen die Worte, dem Winzer auch.  

D A N K E !

Sonntag, 17. März 2013

Mithilfe?

Der Winzer und die Kärntnerin haben sich überlegt, sie brauchen Hilfe. Die Arbeit wächst ihnen langsam über den Kopf. 

Besonders gut durchdacht ist das mit der neuen Arbeitskraft aber nicht. Bis die voll einsetzbar ist wird es wohl noch ziemlich dauern...




Donnerstag, 7. März 2013

Normal sein kann jeder..

..besonders sein auch.


Einen Kuchen zu backen ist keine Kunst, kann doch jeder. Eine Torte auch. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel. 
Es dürfte sich aber mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Kärntnerin beim Backen nicht unbedingt die Beste ist. Ob das jetzt normal ist oder nicht, sei einmal dahin gestellt. Das wäre eigentlich im Winzerhaushalt auch kein Problem, der Winzer ist bekanntermaßen ja kein Süßer. Nur gibt es da eine Ausnahme. SACHERTORTE. Weil die Kärntnerin nicht gerne bäckt bekommt er die aber nie. AUSSER: Er hat Geburtstag. Einen runden Geburtstag, einen besonderen Geburtstag also. Na da kann die Kärntnerin doch nicht anders, sie muss sich an die Sachertorte wagen. 

Folgende Probleme tun sich auf:

1. die Kärntnerin hat noch nie eine Sachertorte gebacken
2. die Kärntnerin bäckt gar nicht gerne
3. die Kärntnerin kann einfach nicht gut backen
4. meistens geht auch das idiotensicherste Rezept auf Grund von Punkt 1, 2 und 3 schief
5. so gerne der Winzer Sachertorte isst, so schnell hat er auch wieder genug. Genau wie die Kärntnerin. D.h. eine halbe Sachertorte reicht vollkommen, ein ganze wird ganz sicher nicht gegessen.

So. Dass die Kärntnerin sich eine Cupcake Mini-Variante ausgesucht hat, hat also also nichts damit zu tun, dass das jetzt gerade 'In' ist oder sie unbedingt etwas ganz fürchterlich Besonderes machen will. Nur wegen der halben Portion. Ob das jetzt besser funktioniert als eine große Torte wird sich erst zeigen.


Wie immer wenn es ums Backen geht hält sich die Kärntnerin genauest an die Rezeptangaben, sonst wird das erst recht nichts. Die Chance lebt, oder?
Und wirklich, der Teig sieht gut aus, alle Zutaten dürften auch wirklich in der richtigen Reihenfolge hinein gewandert sein, es duftet gut und die kleinen Törtchen gehen brav im Ofen auf. Auf den ersten Blick ist die Kärntnerin mit ihrer Backleistung einmal zufrieden. Im Mariellenmarmeladen und Schokokleid sehen sie auch recht annehmbar aus.

Der Geschmackstest steht allerdings noch an. Das wird dann der Winzer entscheiden, ob die Kleinen auch essbar sind.

Und weil beim Winzer und der Kärntnerin immer doch irgendwie alles anders ist, bekommt der Winzer nicht nur Torten im Miniformat sondern auch ein Überraschungsei in Übergröße. Kindergeburtstag? Winzergeburtstag!


Mittwoch, 27. Februar 2013

Die Lasagne der was fehlt und doch gar nix fehlt

  So ein Lob ist einfach herrlich. Jedes. Immer. Manches aber doch ganz besonders. Dann, wenn es von unerwarteter Seite kommt, irgendwie gar nicht als Lob gemeint ist, sondern einfach nur ehrlich.

Auf der Zertifikatsverleihung zum Kellergassenführerlehrgang hat eine sehr nette Kollegin zur Kärntnerin gesagt: "Wenn ich deinen Blog lese, dann bekomm ich richtig Lust zu kochen." Und sie hat angekündigt Rogger Rabbit nachzukochen. Das hat die Kärntnerin seeeeeehr gefreut. Vor allem, weil der Rogger Rabbit schon mehr Anhänger gefunden hat. Ist aber auch verteufelt gut!

 
Weil das mit dem Kochen so eine schöne Sache ist, wird heute hier auch wieder was gekocht. Mit dem Rezept kann die Kärntnerin zwar wieder einmal nicht die Lorbeeren für eigene Kochideen abstauben, aber das Original klingt so köstlich und Lasagne ist ja gerade so IN (verzeiht den Sarkasmus an dieser Stelle, ihr wisst schon Wieher-Skandal usw.) 


 

Lasagne der was fehlt und doch gar nix fehlt

Die Kärntnerin ist natürlich wieder genau nach Rezept vorgegangen...- *hüstel* oder auch nicht. Das liegt allerdings nicht daran, dass sie sich einbildet etwas noch viel besser machen zu können, sondern mehr an nicht vorhandenen Zutaten oder anderen, die verkocht gehören.


Zuerst raus in den Weinkeller und ein Fläschchen Wein aussuchen. Entkorken, reinriechen. Mmmmhhhh. Wie schade, dass sie Kärntnerin gerade keinen Alkohol trinkt, sonst würde sie sich jetzt ein Gläschen einschenken und die Kocherei wäre gleich noch einmal so schön. Wellness für die Köchinnenseele sozusagen. Wein, sanfte Kochgeräusche und verführerischer Duft. Vergesst Meer und Sandstrand, Whirlpool und Sauna. Kocht!


Nun gut, so wandert der Rotwein nur ins Essen. Die Kärntnerin röstet Zwiebel und Karotten an, Sellerie und Lauch hat sie nicht, die sind aber Bestandteil der selbstgemachten Suppenwürze und die wird auch verwendet. Mit Rotwein ablöschen, dann eine Dose Paradeiser dazu und jetzt die LINSEN und die Suppenwürze. Ja, Linsen, kein Faschiertes, kein Speck. Vegetarisch! Während das ganze leise vor sich hin köchelt nimmt sie seufzend die Flasche Wein, verkorkt, verstaut sie und holt dafür die Nudelmaschine hervor. Ach nein, die Marcato bleibt wo sie ist, fertige Lasagneblätter müssen aufgebraucht werden und außerdem muss es heute schnell gehen.

selbstgemachte Instant-Gemüsesuppe im Glas

Crème fraiche ist nur mehr ein halbes Becherl da und wird mit einem halben Becherl Sauerrahm verrührt. Das Gemisch schmeckt schon beim Kosten und wird nicht nur als Topping, sondern in jeder Schicht als kleine Klekse untergebracht. Emmentaler & Parmesan oben drauf. Fertig.

Wer nachkochen will, der findet das genaue Rezept HIER.

keine Schönheit, aber schmeckt! Linsen-Lasagne

Der Winzer ist wie immer unfreiwilliger Testesser, er bekommt die Lasagne unter Vorgabe falscher Tatsachen vorgesetzt. Also eigentlich nicht falsch, nur einige Tatsachen wurden verschwiegen. Wegen der vorurteilsfreien Meinung und so hat die Kärntnerin nicht dazugesagt, dass da Linsen drin sind und gar kein Fleisch. Der Winzer lässt sich aber nicht leicht in die Irre führen, hat das mit ohne Fleisch gleich bemerkt, trotzdem schmeckt's!



Obwohl das hier ja nie als richtiger Foodblog gedacht war und auch nicht als Rezeptesammlung, wird jetzt doch einmal eine Seite mit den gesammelten Rezepten entstehen, für einen besseren Überblick.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Etwas ramponiert

Was für eine Aufregung: Fury und Black Beauty in der Lasagne... und auch in Salami und Kebap! 

Im Netz geht es heiß her, überall kann man (wenn man das will) nachlesen, wer was zu dem Thema zu sagen hat. Wer da wohl die Schuld trägt? Vom Konsument selbst bis zum Produzent bis zum Konsumentenschützer kommen alle dran. Aber keine Angst, ausnahmsweise behalten der Winzer und die Kärntnerin ihre Meinung für sich und geben nicht auch noch ihren Senf dazu.
Die haben schon wieder einmal mit wichtigeren Dingen zu tun, zumal sich in ihrer Tiefkühltruhe sicher kein Pferdchen versteckt.

Die Kärntnerin darf sich jetzt hochoffiziell Kellergassenführerin nennen und überlegt, wann die ersten Führungen starten sollen. Der Winzer freut sich, dass der Rebschnitt fast geschafft ist, und ist dabei, eine große Party zu planen.

Und der Johnny, der ist ganz groggy. Er hat sich wohl mit einem anderen Kater angelegt und ist humpelnd und wehklagend nach Hause gekommen. Vor lauter au und weh hat er den Winzer und die Kärntnerin nach ihrer Heimkehr von der Dachgold Buchpräsentation spät abends herzerweichend angeplärrt anmiaut. Die hatten gleich Angst, dass er Bekanntschaft mit einem Auto gemacht hat. Ein Besuch bei der Frau Doktor (inklusive verhasster Autofahrt) ist ihm deshalb nicht erspart geblieben und das hat ihn erst recht nicht glücklich gemacht. Aber alles halb so schlimm. Antibiotikum und 'Bettruhe' und die Katzenwelt ist bald wieder in Ordnung.


P.S.: Empfehlenswert zum reinschaun ist DACHGOLD. Die Kärntnerin hat die Inhaberin Cornelia Daniel über das Bloggen bzw. Social Media kennengelernt und ihre Gäste bei der Buchpräsentation mit Wein versorgt.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Nicht widerstehen können



Im Garten ist der Schnee weg. Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut haben den Winter unter der weißen Decke gut überstanden, der Petersil auch und ein bisschen Rucola ist auch noch übrig. Und dazu gibt es die ersten Kräuter im Topf. Keine Schönheiten, eher blass, fast etwas kümmerlich. Trotzdem hat die Kärntnerin nicht widerstehen können und sich ein bissl was mitnehmen müssen. Für das kleine Indoorkräutergartl.





Können ein paar so mickrige Kräuter glücklich machen? Unglaublich, aber ja. Der Winzerhaushalt war für den Winter recht gut versorgt mit getrockneten und eingefrorenen Kräutern und trotzdem... Ein Spaziergang durch den Garten und dazu die Ernte der frisch erstandenen Kräutln und irgendwie schaut die (Koch-)Welt anders aus. 

Alles wirkt gleich aufgepeppt. Und obwohl der Frühling noch weit weg ist, hat die Kärntnerin sich dann zumindest etwas Frühling auf ihr Frühstückssemmal gezaubert.


Der einfachste und liebste Frühlingsaufstrich der Kärntnerin


2/3 Topfen
1/3 Margarine (laut Originalrezept) oder Crème fraiche (Kärntnerin)

  und dann nach Lust, Laune und Verfügbarkeit kombinieren:
viele frische (tiefgefrorene) Kräuter, am besten unterschiedliche
     wie zB Schnittlauch, Petersil, Liebstöckel (wenig), Estragon, Thymian, Bohnenkraut
Wildkräuter, Rucola, Bärlauch...
Frühlingszwiebel
Rotkraut
Karotte, Radieschen (fein geraspelt)
Salz und Pfeffer



So schmeckt der Aufstrich immer etwas anders und wird nie langweilig.
Er passt auch gut als Dip zu gekochten Erdäpfeln, Erdäpfelpuffern, gebackenen Gemüselaibchen, Rohkoststicks usw. Als Dip kann man die Crème fraiche durch Sauerrahm ersetzen, dann wird er etwas dünnflüssiger und lässt sich besser dippen.


Montag, 28. Januar 2013

Ein Lehrgang und gute Aussichten auf eine reichliche Ernte

Man lernt nie aus, so heißt es. Die Kärntnerin lernt auch gerne Neues, hat die dunkle Jahreszeit genutzt und sich fortgebildet. Eine Kellergassenführerausbildung war es. Sie hat viel erfahren, viel gesehen und mit einer netten Truppe schöne Abende verbracht.
Jetzt muss nur noch die Arbeit über die schönste aller Kellergassen fertig werden. Das Wetter ist dafür gerade richtig, wieder kein Sonnenstrahl der sie aus dem Haus lockt, ein paar Schneeflocken schweben träge vom Himmel.



Als dann die Post klingelt, kommen Frühlingsgefühle auf. Das Samentausch-Paket ist da! Und was für ein Paket, recht groß ist es und dafür, dass es Saatgut enthalten soll sehr schwer. Die Kärntnerin hat schon gespannt gewartet, bis es da ist. Sie hat die Aktion im Internet aufgestöbert (veranstaltet von Annika vom Grünen Himmel) und wollte unbedingt mitmachen. Das Paket wandert von Adresse zu Adresse, überall darf entnommen und hineingepackt werden. Versprochen hat sie sich einmal nicht allzu viel davon, war einfach nur neugierig was passieren wird. Und dann diese RIESIGE Auswahl an kleinen und größeren Papiertütchen und Plastiksäckchen gefüllt mit den verschiedensten Samen. Blume, Gemüse, Kräuter, Exoten... Ein Traum. 



Das wird eine schöner Abend. Für Beschäftigung ist gesorgt, stundenlanges durchsehen und entscheiden und wieder einpacken. Der Inhalt des Schmortopfs verbreitet traumhaften Duft im Winzerhaus und draußen im Schnee vor dem Fenster brennt ein Lichtlein.



Leider lässt sich der Zauber des tanzenden Lichts im glitzernden Laterndl in der Dunkelheit nicht auf einem Foto festhalten